Rollenspiele, praktische Übungen und wertvolle Tipps für den Ernstfall: Zivilcourageseminare stärken unsere Schülerinnen und Schüler im Umgang mit schwierigen Situationen.
Am 22. September besuchten die Klassen 12a und 12b der FOS, am 24. September die Klassen 12c und 12d der FOS sowie am 7. Oktober die Klassen 10a und 10b der Berufsfachschule für Kinderpflege die Zivilcourageseminare von Walter Riebesecker und Willi Steer. Die beiden Referenten vermittelten wieder anschaulich und praxisnah, wie man in kritischen Situationen aufmerksam bleibt, Grenzen setzt und anderen Menschen hilft, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Dass die Seminare nicht nur informativ, sondern auch nachhaltig wirksam sind, zeigt das positive Feedback der Jugendlichen. Besonders häufig lobten sie die zahlreichen Rollenspiele, durch die sie selbst aktiv einbezogen wurden und realitätsnahe Situationen erproben konnten. Auch die Filme, die freundliche Art der Referenten und die gelungene Mischung aus Vortrag, Übungen und gemeinsamer Beteiligung kamen gut an. Das klare „Stopp!“ zu üben und konkrete Möglichkeiten kennenzulernen, anderen sicher beizustehen, nahmen die Schülerinnen und Schüler als wertvolle Hilfestellungen für zukünftige Situationen mit.
Zivilcourage ist eine Schlüsselkompetenz für ein verantwortungsvolles Miteinander. Sie bedeutet, nicht wegzusehen, wenn Menschen ausgegrenzt, bedroht oder ungerecht behandelt werden, sondern überlegt und angemessen zu handeln. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, Selbstvertrauen aufzubauen, Konflikte besser einzuschätzen und Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen. Damit leisten die Seminare auch einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen: insbesondere zu SDG 4 – Hochwertige Bildung, indem soziale Kompetenzen gestärkt werden, und zu SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen, indem Gewaltprävention, respektvolles Zusammenleben und eine Kultur des Hinschauens gefördert werden.
Die Dominik-Brunner-Stiftung setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2009 für Zivilcourage, Gewaltprävention und die Unterstützung von Menschen ein, die anderen mutig helfen. Sie führt damit das Vermächtnis Dominik Brunners fort, der 2009 am Münchner S-Bahnhof Solln schützend für bedrohte Kinder eingriff und Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die von der Stiftung unterstützten Bildungsangebote vermitteln, wie Menschen Verantwortung übernehmen und helfen können, ohne sich unnötig selbst zu gefährden.
Die Beruflichen Schulen Landshut-Schönbrunn schätzen die bereits seit mehreren Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Dominik-Brunner-Stiftung und ihren engagierten Referenten sehr. Die wiederkehrenden Seminare zeigen, wie wichtig es ist, Zivilcourage nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern praktisch einzuüben. Unser herzlicher Dank gilt Walter Riebesecker und Willi Steer für ihren Einsatz und die wertvollen Impulse, die sie unseren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben.
V. Spreider