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Schulleben 2016/17 der BFS K

23.01.2017 | Kategorie: BFS-K  BFS-EuV 

Planspiel 'Der Landtag sind wir' für die Klassen 11AK und 11EuV

Die Planspielmethode an den Beruflichen Schulen Schönbrunn

 

Die Mehrheit entscheidet – Einen Vormittag lang Landtagsabgeordneter sein!

Das Planspiel „Der Landtag sind wir!“ hat 56 Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung und der Berufsfachschule für Kinderpflege die Möglichkeit gegeben in die Rolle eines Landtagsabgeordneten zu schlüpfen. Dieses Angebot macht der Bayerische Landtag in Kooperation mit der Forschungsgruppe Jugend und Europa.

Ziel ist es den Jugendlichen abstrakte politische Begriffe wie Plenum, Fraktion, Arbeit in Ausschüssen, Erste Lesung usw. verständlicher zu machen.

 

Ein Gesetzgebungsprozess, wie er tatsächlich abläuft, wird anhand eines konkreten Falles bearbeitet. Die Auszubildenden der beiden Berufsfachschulen debattierten über das Thema Videoüberwachung. Dieses Thema ist gerade in Zeiten der Angst vor Terroranschlägen und Gewalt an Bahnhöfen besonders wichtig. Sie können das Dilemma nachvollziehen, dass Bereiche des öffentlichen Lebens zugunsten der allgemeinen Sicherheit beobachtet werden, aber auf der anderen Seite dadurch die Persönlichkeitsrechte eines jeden eingeschränkt werden.

Die gut vorbereiteten Teamer vom Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität in München leiteten und moderierten das Planspiel, das mit einer willkürlichen Rollenverteilung begann.

So konnten schnell die einzelnen Fraktionen im „Landtag“ gebildet werden. Die Schülerinnen und Schüler merkten bald, dass nun die eigene Meinung eine eher untergeordnete Rolle spielte, v. a. wenn man in einer Fraktion sitzt und diese dann ihre Argumentation in den einzelnen Ausschüssen einbringen soll. „Ein ganz schöner Stress!“ sei es gewesen, die einzelnen Gesetzesvorlagen in kurzer Zeit zu überarbeiten oder eine Rede in der Fraktion für die Sitzung im Plenarsaal vorzubereiten. Auch der Wechsel zwischen Plenum, Ausschussarbeit und Fraktionssitzung wurde von den angehenden Hauswirtschafterinnen und Kinderpflegerinnen als anstrengend empfunden. „So stressig habe man sich den Beruf des Abgeordneten nicht vorgestellt!“.

 

Nach der Arbeit in den einzelnen Fraktionen wurde dann über den Gesetzentwurf im Plenum abgestimmt. Eine interessante Erfahrung für alle Oppositionsparteien, gerade, wenn die politischen Verhältnisse so eindeutig sind wie in Bayern. Die Mitwirkenden erfahren hier, wie wichtig Wahlergebnisse und Mehrheitsbildungen im Parlament sind, und bitter zum Teil Abstimmungsergebnisse sind.

 

Eine wichtige Rolle im politischen Prozess ist die Pressearbeit, die bereitwillig von vier Schülerinnen übernommen wurde. Ihre Informationen machten sie unter „Bayern informiert“ gleich für alle an einer Schautafel sichtbar.

Unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Besuch von „wirklichen“ Abgeordneten. Den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellten sich sehr bereitwillig und erfrischend MdL Frau Jutta Widmann (Freie Wähler), MdL Frau Rosi Steinberger (Bündnis 90/Die Grünen), MdL Frau Ruth Müller (SPD) und MdL Herr Helmut Radlmeier (CSU). Interessiert hakten die Auszubildenden nach und brachten abschließend noch eigene Anliegen vor.



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