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Schulleben 2017/18

04.12.2017 | Kategorie: FOS  BOS 

Vorstellung der Amnesty-International-Gruppe Landshut in den Vorklassen

Lohnt es sich, sich für Menschenrechte einzusetzen?

Auf alle Fälle, lautete die Antwort von Ursula Seiler und Gisela Dürselen. Beide sind Mitgliedern der Landshuter Amnesty International Gruppe, die die Vorklassen der FOS und BOS am 4.6.2017 über ihre ehrenamtliche Arbeit informierten. Sie schreiben Briefe gegen das Vergessen, starten Themen- oder Länderkampagnen zur Aufklärung über besondere Missstände, sammeln Spendengelder und protestieren mit sogenannten „Urgent Actions“ gegen die Todesstrafe.

Die friedliche und überaus erfolgreiche Waffe von Amnesty International ist öffentlicher Druck: Denn nichts fürchten Verletzer von Menschenrechten mehr, als dass ihre Taten an die Öffentlichkeit kommen. Während man sich in den Anfangsjahren um politische Gefangene gekümmert habe, setzt man sich heute für Menschenrechte allgemein ein und versucht durch Präventionsarbeit Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden. Ein wichtiges Druckmittel auf Regierungen ist auch der alljährliche Menschenrechtsbericht, der für jeden Mitgliedsstaat der UN erstellt wird. Obwohl in Deutschland, die Menschenrechte einen hohen Stellenwert haben und eingeklagt werden können, gibt es auch hier Menschenrechtsverletzungen. So wird die Bundesrepublik z.B.  kritisiert, dass der Familiennachzug von Flüchtlingen sehr erschwert  wurde.

 „Menschenrechtsarbeit braucht einen langen Atem“, erklärte Gisela Dürselen. Entscheidend sei es, den Betroffenen das Gefühl und die Sicherheit zu geben, dass sie nicht vergessen sind, dass sich jemand um sie kümmert. Schließlich habe die jahrzehntelange Arbeit von Amnesty International eine Reihe von Erfolgen vorzuweisen. Ursula Seiler: „Immer wieder erfahren wir, dass der Druck auf Regierungen und Behörden die Lage gewaltloser politischer Gefangener verbessert hat. Sie werden freigelassen, Todesurteile in Haftstrafen umgewandelt, Verletzer von Menschenrechten vor Gericht gestellt.“ Und rund 35 Prozent aller "Urgent Actions" für bedrohte Menschen seien erfolgreich.

Irmgard Sixt



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